SeiDo Karate Marburg e.V.
Traditionelle japanische Kampfkunst


Präventionstraining 


Unser neues Kursangebot beinhaltet nun auch Präventionstraining, für alle Altersstufen ab 17 Jahren. Hier werden wir uns bemühen, die körperliche, sportliche Fitness und Verfassung aufrecht zu erhalten und bei Bedarf wieder her zu stellen. Dafür bieten wir einen individuellen, sprich auf jede Person spezifisch angepassten Präventionskurs an.

Damit eine kleine Vorstellung entstehen kann, wie eine Kursstunde aussieht, bekommen Sie einmal eine Trainingsstunde erklärt.  


Primäre Präventionsstunde:

Die primäre Prävention zielt darauf ab, die Entstehung von Krankheiten zu verhindern Um den Körper aufzuwärmen und die Muskeln zu aktivieren starten wir klassisch mit einem kleinen Aufwärmen (Warm-Up). Hierzu werden wir 10 Minuten brauchen in denen wir anfangen mit lockerem Gehen, dies dann etwas steigern auf zügiges Gehen. Um dann noch ein bisschen ins Schwitzen zu kommen, werden wir lockeres Seilspringen miteinbeziehen.

Danach geht es weiter mit Dehnen, wo wir ebenfalls 10 Minuten die großen und wichtigen Körperregionen dehnen werden, um eine gute Mobilität im Körper zu erreichen. Gedehnt werden hier die Beine, der Rücken, der Nacken und die Schultern.

Jetzt wo der Körper warm, gelockert und gedehnt ist, können wir mit den Haupttrainingszielen anfangen. Diese können zum Beispiel aus koordinativen-, Schnelligkeit-, Kraft - und/oder Beweglichkeitseinheiten bestehen, welche vorher geplant und mit Ihnen persönlich abgesprochen werden. Nehmen wir z.B. das Koordinative.

Dafür stellen wir uns auf eine wackelige Unterlage wie dem Balancebord. Hier werden nun ein- oder zweibeinige Übungen, wie Kniebeugen oder einfaches Stehen für die Stabilität trainiert.

Zum Abschluss werden wir eine kleine Nachbesprechung durchführen um zu schauen, wie Sie sich bei der Stunde gefühlt haben (war es zu leicht, zu schwer usw.). Dabei werden wir nochmals die Gelenke lockern (Knie, Hüfte, Füße, Schultern etc.) anschließender Abschluss erfolgt mit 5-minütiger Kraftausdauer-Fitnesseinheit, wie z.B. (wenn möglich) Liegestützen, Jumping Jacks (Hampelmann) Sit-Ups und vielem mehr.

Da es aber drei Stufen der Prävention gibt werden wir auch in drei Stufen der Prävention arbeiten. Die erste Stufe, haben Sie eben Beispielhaft schon gesehen, dies ist die sogenannte primär Prävention, wo es darum geht, die “gesunden“ Körper aufrecht zu erhalten. Nun kommen wir in die Sekundär Prävention. Hier geht es darum geschädigte Körper egal welcher Art (kaputter Rücken, Meniskusrisse, gebrochene Gelenke usw.) wieder auf ihre bestmögliche Bewegungsebene zu bringen und sie langsam wieder heranzuführen. Als drittes kommt dann noch die tertiäre Prävention, dazu später aber mehr.

Also wie oben schon erwähnt geht es in der Sekundär Prävention darum; den Körper oder Körperteile wieder Funktionsfähig zu machen. Dazu nehmen wir das Beispiel von einer Herzinsuffizienz (hier arbeiten wir aber nur nach Maßgabe des Arztes), wenn keine gravierenden Herzmuskelschwächen, Durchblutungsstörungen, Herzklappenerkrankungen und Entzündungen vorliegen, welche ein trainieren nach ärztlicher Auffassung und Beurteilung ausschließen. Sämtliches Kardiotraining sollte bitte nach eingehender Untersuchung durch einen Kardiologen festgelegt werden.  


Sekundäre Prävention:

Die sekundäre Prävention ist auf die Früherkennung von Krankheiten gerichtet. Was man nun hier in diesem Bereich macht ist folgendes; hier geht es jetzt darum das Herz wieder zu stärken und die Pumpleistung wieder zu erhöhen, denn eine Herzinsuffizienz ist eine Verschlechterung der muskulären Leistung des Herzens bzw. eine Verringerung der Pumpleistung.

Dafür werden wir ebenfalls mit einem lockeren Aufwärmen und lockern der großen Körperteile beginnen.

Im Hauptteil werden wir nun erst einmal mit lockerem angezogenem Gehen beginnen. Maximal 2 Minuten, mit einer Pause von einer Minute, dies führen wir dreimal durch. (zwei Min. Laufen, eine Min. Pause, zwei Min. Laufen, eine Min. Pause, zwei Min. Laufen) dies wie oben schon erwähnt locker und  gemäß der Vorgaben des Arztes, welcher vorgibt wie hoch der Belastungspuls maximal sein darf. Diese Übung kann man Stück für Stück steigern mit dem Trainierenden und mit Absprache des Arztes.

Wichtig ist in der Sekundären Prävention, dass man nicht direkt zu viel von seinem Körper erwartet. Der geschädigte Teil des Körpers, muss erst langsam wieder an seine (fast) komplette Bewegungsschiene herangeführt werden und dies dauert seine Zeit. Es geht ja darum den Körper zu heilen und nicht direkt wieder zu belasten oder zu schaden. Bei einer Herzinsuffizienz kann es ruhig bis zu zehn Einheiten dauern, bis ein Erfolg zu sehen und zu spüren ist, wichtig nur, dass man sich davon nicht entmutigen lässt, sollte ein vielleicht zu hoch gesetztes Ziel nicht erreicht wird. Wichtig ist auch hier immer: Bitte haben Sie Geduld, bitte die Zeit nehmen, gemeinsam mit uns werden Sie ihr persönlich gesetztes Ziel erreichen können.

Kommen wir zur Tertiären Prävention, hier gilt es ein geschädigtes Körperteil wieder aufzubauen. Man arbeitet ähnlich wie in einer Reha Behandlung, nur das dies nochmal eine andere Behandlungsform ist als die Prävention. Nehmen wir zum Beispiel einen Bandscheibenvorfall, wo der Kunde nach seinem Vorfall zu uns kommt, weil der Arzt meinte er solle Rückenmuskel-stabilisierungsübungen machen, um dies auszugleichen und für einen weiteren Bandscheibenvorfall vorzubeugen.

 

Tertiäre Prävention

Maßnahmen der Tertiärprävention setzen nach dem Auftreten einer Krankheit ein und sollen Folge- und/oder Begleiterkrankungen verhüten sowie einer Verschlimmerung entgegenwirken und der größtmöglichen Wiederherstellung der Lebensqualität dienen. Hier können wir natürlich nicht so ein ausgeprägtes Aufwärmtraining machen, denn viele Bewegungen würden zu sehr schmerzen und die heißt es zu vermeiden.

Also werden wir den Körper langsam lockern und aufwärmen, mit kleineren Lockerung Bewegungen, auch für den Rücken.

Im Mittel-bzw. Hauptteil des Trainings, befassen wir uns mit verschiedenen Rückenübungen wie z.B. im Stand mit einem geraden Rücken soweit runter zu beugen wie es geht, am Anfang wird das nicht weit gehen, dennoch durch das regelmäßige Üben wird dies Stück für Stück gelingen. Dann legen wir uns auf den Bauch, jetzt werden wir den kompletten oberen Bereich des Körpers aufrichten und nach hinten dehnen, indem wir uns mit den Armen auf den Boden vorne stützen, ähnlich wie die Kobra im Yoga. Am Anfang wird es vielleicht nicht klappen ganz hochzukommen, daran werden wir aber Stunde für Stunde arbeiten.

Auch kann der Kunde sich auf den Bauch legen, in den Händen hält er ein Terraband (elastisches Gummiband) mit welchen er zum Beispiel folgende Übung machen kann. Mit ausgestreckten Armen nach vorne, bringt er etwas Spannung auf das Terraband, dann zieht er die Arme an den Körper heran, so dass auf Höhe der Schultern ein rechter Winkel zwischen Ober- und Unterarm gebildet wird. Diese Übung ähnelt dem Latzug im Fitnessstudio, dennoch hat sich diese Übung in der Prävention für Rückenstärkungen sehr bewährt.

Am Ende wird dann im Sitzen mit einem Bein vorne und einem Bein angewinkelt gedehnt, dabei ist es hier auch wichtig den Rücken gerade zuhalten.

Diese Vorgabe ist ein Beispiel, selbstverständlich wird die Stunde individuell auf den Kursteilnehmer*in angepasst. 


Bitte die vorgenannten Übungen nur unter Aufsicht eines Sport-Trainers ausführen um Verletzungen zu vermeiden  und zudem die Eigenschaften der Trainingsgeräte  immer individuell auf die eigene Physionomie abstimmen und bei gesundheitlichen Bedenken bitte vor Beginn von sportlichen Aktivitäten ärztliche Rücksprache halten. 

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